Elite 3
So, das Buch ist jetzt durch. Vorige Beiträge zu diesem Thema finden sich hier und hier.
Ich muss gestehen, dass es mir teilweise ähnlich ging wie der Autorin Julia Friedrichs. Ich schwanke Zeitweise zwischen, Ärger, Wut, Sprachlosigkeit, Mitleid und Sarkasmus. In einem kann ich mich der Autorin auf jeden Fall anschließen, sie schreibt:
Was mich an der zukünftigen Elite so stört, ist, dass sie das Recht einfordert, für andere Verantwortung zu übernehmen. In andere Leben eingreifen zu dürfen. Zu wissen, was für diese Menschen richtig ist. Ohne sie zu kennen. Politikern billige ich dieses Recht zu. Sie sind gewählt. Auch andere haben durch ihren Job oder ihr Amt bestimmte Entscheidungskompetenzen. Bürgermeister, Abteilungschefs, sogar Lehrer. Im Idealfall ist auch hier die Legitimation für alle ersichtlich, und Zeitraum sowie Einflussmöglichkeiten sind begrenzt. Auch Eltern und Freunden erlaubt man meist, über das eigene Leben mitzuentscheiden. Ihre Legitimation ist im besten Fall Liebe. Aber Eliten?
Da wäre wir also wieder an den Rahmenbedingungen und bei der Motivation, die ja ohnehin so schwierig zu fassen ist. Bei jedem!
Was für mich durch das Buch - und eine dadurch ausgelöste kurze Web-Recherche - klar geworden ist, ist, dass junge Leute mit Anfang zwanzig unmöglich Elite SEIN können. Wäre ja auch pervers. Noch nichts getan um den Anspruch zu untermauern, aber schon mal das Selbstbewusstsein einüben und zur Schaustellen. Ein weiser Mann hat mal gesagt:
Deshalb, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.
(Jesus Christus: Matthäus, Kapitel 7 Vers 20.)
Das Ergebnis, die Frucht eines Lebens zählt. Tja, und dann ist da noch die Frage ob die Frucht genießbar ist. Taste and see! Würde ich sagen.
Abschließend: Wer sich in das Thema entspannt einlesen möchte und mal einen Überblick haben möchte, dem sei dieses Buch empfohlen.
Hallo! Ich bin Marcus Splitt (1974) und lebe mit meiner Familie in Meiningen. Ich bin Theologe, Coach, Ausbilder, Lebens-Designer und querdenkender Entwickler. Als solcher bin ich selbständig. Hier schreibe ich über meine Arbeit, Spiritualität, das Leben, gesellschaftliches u.a.m.